JETZT IST ZEIT

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Dem Modell für die Stadt der Zukunft droht das Aus.
Sollte der bereits im Rat beschlossene Kauf des Geländes Otto-&-Langen-Quartier scheitern, wäre das dreifach tragisch: Köln würde nicht nur einen wichtigen kulturellen Fixpunkt verlieren, sondern auch einen Ort mit Symbolkraft für eine urbane und in die Zukunft gerichtete Stadtentwicklung. Zudem müsste die Stadt selbst sich vorwerfen lassen, sich nicht rechtzeitig um den Erhalt gekümmert zu haben.
Im Zuge der Verkaufsbestrebungen des Eigentümers wurde der seit elf Jahren ansässigen raum13 gGmbH die Kündigung ausgesprochen. Der Räumungsklage wurde vor Gericht stattgegeben. Wenn die Verwaltung die Ratsbeschlüsse zum Kauf der ehemaligen KHD-Hauptverwaltung und zum Erhalt von raum13 nicht umgehend umsetzt, wird nicht nur materiell geräumt sondern auch ideell. Alles was die erste Gasmotorenfabrik der Welt seit nun 11 Jahren zu neuem Leben erweckt und dazu beigetragen hat dieses kulturelle Erbe der Stadt Köln nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sondern dafür Sorge trägt es Schritt für Schritt in in eine zukunftsträchtige Entwicklung zu führen wird von einem privaten Investor hinausgeklagt und entfernt. Und die Stadt scheint machtlos.
Entfernt werden nicht nur hunderte Meter an Stromkabel und Wasseradern, die in diesen einstmals verwahrlosten und vergessenen Ort über die Jahre hinweg durch die Initiative raum13 selbst eingebracht wurden, entfernt werden zahlreiche Kunstwerke, die eigens für diesen Ort geschaffen wurden und die Zukunft des Quartiers skizzieren. Es werden die vielen Menschen beseitigt, die diesen Ort lebendig werden lassen und mit Ideen und Kreativität füllen.
Das Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste ist nicht nur eine auf 10.000 qm großer Begegnungs-, Erinnerungs-, Frei-und Spielraum sondern ein Ort der Hoffnung sowie Ankerpunkt und Heimat für Viele - die sich für ein Modellquartier in Köln engagieren.
Lassen Sie nicht zu, dass dieses Engagement nicht weiter fruchten kann. Und lassen Sie nicht zu, dass die Stadt Köln einen weiteren deutlichen Rückschlag in Kulturpolitik und Stadtentwicklungspolitik erfahren muss.

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN, LIEBES PUBLIKUM, LIEBE FREUNDE UND FÖRDERER VON RAUM13,

 

KÖLN KAUFT KUNSTFABRIK!

 

Aus der Kunst motiviert! Mit Erfolg gehen Bürger*innen und Politiker*innen am Samstag, den 14. August 2021 von 14 Uhr bis 16 Uhr gemeinsam auf die Straße und engagieren sich für die Umsetzung der Ratsbeschlüsse zum Otto-&-Langen-Quartier! Die einzigartige Kundgebung initiiert von raum13 setzt auf dem Heumarkt ein weiteres Zeichen für eine neue Stadtentwicklung in Köln und ist als ein wichtiger Meilenstein zu begreifen und einer der vielen Bausteine der Gesamtstrategie. Zuvor konnte das von raum13 in Auftrag gegebene Rechtsgutachten zur Klärung der rechtlichen Fragen beitragen. Wir freuen uns sehr, dass unser festes Vertrauen in unsere politischen Vertreter*innen nicht enttäuscht wurde und die politisch getroffenen Entscheidungen zur Umsetzung gebracht wurden. Ebenso bedanken wir uns bei der Oberbürgermeisterin Henriette Reker für Ihr beherztes Engagement. Jetzt ist der Weg frei für eine nachhaltige und und zukunftsorientierte Stadtentwicklung des Otto-&-Langen-Quartiers, die die Gemeinwohlrendite für alle Kölner*innen in den Vordergrund stellt! Wir freuen uns, den gemeinsam beschrittenen Weg mit den Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung weiter fortsetzten zu können.

„Wir kaufen! Wir stehen zu unseren Beschlüssen!, raum13 muss bleuben! Wir halten Kurs!“ BÜNDNIS 90 / Die Grünen Köln - Ratsfrau Brigitta von Bülow, CDU - Serap Güler, NRW Staatssekretärin für Integration und Bundestags-Kandidatin für den Wahlkreis Köln-Mülheim / Leverkusen und Stellvertretende Parteivorsitzende der Köln CDU, VOLT Köln - Ratsfrau Isabella Venturini, SPD - Ratsfrau Maria Helmis, DIE LINKE – Jörg Detjen, DIE PARTEI - Ratsfrau Beate Dickas. (14. August 2021)

Zahlreiche Unterstützer und Mitdenkerinnen engagierten sich mit Forderungen, Plänen und Stellungnahmen für raum13, für das Quartier und für die Stadt der Zukunft! Auf der Bühne: Markus Berges – Erdmöbel, Dr. Witich Roßmann - DGB Köln, Kalle Gerigk - Mietrebell, Prof. Dr. Christof breidenich- Hochschule Macromedia, David J. Becher - UtopiaStadt, Mia - FFF, Dr. Winfried Gellner - ehem. Kulturamt Köln, Florian Lenz - Performancekünstler, Barbara Schachtner Sängerin & Performancekünstlerin, Lale Konuk - Vorständin KulturNetzKöln, Jan Pehoviak - Vorstand klug e.V./ WandelWerk, Anke von Heyl - Autorin, Anton Schneider - ehemaliger Vorsitzender KHD, Hermann Hollmann - Vorsitzender Kölner Kulturrat, Katharina Klein - Jugendbauhütte, Judith Behmer - Ebertplatz, Meryem Erkus - Kulturhof Kalk, Elise Teitz- Kunst und Gewerbehof Mülheim Süd, Thomas Baumgärtel - Bananensprayer, Odo Rumpf - Odonien, Martin Schmittseifer - jack in the box/westspitze, Thomas Schmeckpeper - Urban Netways, Wolfgang Stoecker - Internationales Staubarchiv, Jens Schönlau - Markenentwickler Grandios moderiert wurde die Kundgebung von Komponist und Kulturaktivist Matthias Hornschuh und technisch hat Jonas Anders (totalanders Veranstaltungstechnik) den Boden bereitet. 

  • JETZT Umsetzung der Kölner Ratsbeschlüsse und der Bündnisvereinbarung von Grüne, CDU und Volt hinsichtlich des Otto-&-Langen-Quartiers und raum13
  • JETZT Kauf der ehemaligen KHD-Hauptverwaltung und des NRW Urban Geländes durch die Stadt Köln für eine gemeinwohorientierte Entwicklung
  • JETZT Sicherung des weltweit einmaligen historischen Ortes
  • JETZT Sicherung von raum13 und Wiederbelebung des Deutzer Zentralwerks der Schönen Künste als Ankerpunkt für das OLQ
  • JETZT Schaffung von Bedingungen für am Menschen orientierte Quartiersentwicklung statt an größtmöglicher Rendite

 
Wir sprechen uns dafür aus, das Otto-&-Langen-Quartier im Sinne des Gemeinwohls als ein Labor der Stadtentwicklung zu begreifen. Es soll nach unseren Vorstellungen ein Ort für die Bürgerinnen und Bürger sein, an dem Wohnen, gewerbliche und kulturelle Aktivitäten den Qualitätskern ausmachen. Die ehemalige Gasmotorenfabrik war im 19. Jahrhundert der Kristallisationspunkt für die moderne Mobilität. Im 21. Jahrhundert kann das ehemalige KHD-Gelände einer modernen Stadtentwicklung den Weg weisen. 
 
Die raum13 gGmbH hat das Quartier über zehn Jahre als Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste betrieben und damit einen lebendigen Ort der Kultur, der Begegnung und des Stadtquartiersmanagements entwickelt. Eine parteiübergreifende Mehrheit hat sich im Rat der Stadt Köln für die Ausübung des Vorkaufsrechts ausgesprochen. Das Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste soll laut Ratsbeschluss als Ankerpunkt für die weitere Quartiersentwicklung erhalten bleiben. 

Der Eigentümer des Areals hat - gegen den in zahlreichen Beschlüssen geäußerten Willen der wesentlichen politischen Akteure in Köln - das Gelände an einen privaten Investor veräußert, die Firma Jamestown von Christoph Kahl, die für erfolgreiche renditeorrientierte Immobilienverwertung in den USA steht. 

Das Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste wurde Ende April zwangsgeräumt. 
 

Zum Verlauf:

Im Zuge der Verkaufsbestrebungen des Eigentümers wurde der raum13 gGmbH zum 30. April 2020 die Kündigung ausgesprochen. Die Zukunft des Deutzer Zentralwerks der Schönen Künste und damit auch der Gasmotorenfabrik Deutz ist durch diese Entwicklung in hohem Maße gefährdet. Dies ist auch den politischen Sprecher*innenn der Ausschüsse aus Kultur, Stadtentwicklung und Liegenschaft bewußt.

Am 19. November 2020 wenden sich namenhafte Vertreter*innen des Kunst -u. Wissenschaftsbeirates des Deutzer Zentralwerks der Schönen Künste mit dem "Deutzer Appell" an alle maßgeblichen Entscheidungsträger*innen aus Politik und Verwaltung.

Am 07. Februar 2020 einigten sich über alle Parteigrenzen hinweh CDU, Grüne, SPD, Linke und FDP auf eine gemeinsame Erklärung zum Otto-&-Langen-Quartier. Die Vertreter*innen aus den Ausschüssen Kultur, Stadtentwicklung und Liegenschaften sprachen sich einstimmig für den Verbleib von raum13 als Ankerpunkt zur Entwicklung des Quartiers aus. Zudem sollen die zum Verkauf stehenden Flächen von der Stadt Köln erworben werden und in eine verantwortungsbewusste Entwicklung übergehen, die die Gemeinwohlrendite für Kölnerinnen und Kölner ins Zentrum stellt. Parteiübergreifende Erklärung "Aufbruch in eine neue Art der Stadtentwicklung in Köln“

Am 26. März 2020 stimmte der Stadtrat zuvor einstimmig der Beschlussvorlage der Verwaltung über das besondere Vorkaufsrecht für das Gebiet Otto und Langen-Quartier in Köln-Mülheim nach § 25 Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 Baugesetzbuch zu. Verwaltung und Politik haben die grundsätzliche Bedeutung für die Entwicklung des gesamten Bereiches erkannt. Seit dem 08. April 2020 ist dies auch im Kölner Amtsblatt verbrieft. Mit diesem überparteilichen Beschluss des Rats der Stadt Köln, den bisher in Privatbesitz befindlichen Verwaltungstrakt der ersten Gasmotorenfabrik im Mülheimer Süden sowie die angrenzende 5 Hektar große Fläche des Landes NRW mit dem beeindruckenden Hallenensembble über das  besondere Vorkaufsrecht in die öffentliche städtische Hand zu überführen, hat die Stadt Köln bereits Verantwortung für eine gemeinwohlorientierte Entwicklung des „Otto-&-Langen-Quartiers“ übernommen.

Am 22. Mai 2020 verabschiedet der Rat der Stadt Köln eine richtungsweisende Resolution zum „Otto-&-Langen-Quartier“ und setzt damit ein lautes Signal für Kunst und Stadtentwicklung. Mit der Resolution bezieht die Stadt Köln – wieder mit bemerkenswerter Einigkeit im Rat – Stellung dazu, wie der Entwicklungsprozess im Otto-&-Langen-Quartier gestaltet werden soll: Im Quartier soll unter Berücksichtigung des kulturellen Erbes und des Denkmalschutzes ein urbaner Nutzungsmix aus Wohnen, Soziales, Kunst und Kultur sowie Gewerbe entstehen – und zwar mit der Kunst im Zentrum. Laut Erklärung soll die Künstlerinitiative raum13 gGmbH, die seit 2011 dafür Sorge trägt, dass die Industriebrache des einstigen Weltkonzerns Klöckner-Humboldt-Deutz nicht Vergessen und Verfall preisgegeben sondern in eine zukunftsträchtige Entwicklung geführt wird, weiter „Ankerpunkt“ für „eine ganzheitliche Entwicklung des Quartiers“ bleiben. Der Rat  spricht sich explizit für den Verbleib von raum13 in den Räumen des Verwaltungsriegels des sechs Hektar großen ehemaligen Industrieareals aus und fordert den Eigentümer, einen privaten Investor, auf, seine Anfang Mai ausgesprochene Räumungsklage zurückzuziehen und die Kündigung auszusetzen. 

Am 19. Januar 2021 bekräftigten erneut zahlreiche Ratsmitglieder in einer gemeinsamen fraktionsübergreifenden Erklärung zugunsten eines möglichen Direktankaufs der Flächen und dem Verbleib der jetzigen Nutzung durch raum13. Das Landgericht Köln hatte zuvor am 20.01.2021 entschieden, dass die Kündigungen der Gewerbeflächen in der ehemaligen Hauptverwaltung von Klöckner- Humboldt-Deutz wirksam sind. Ein großer offener Appell mit zahlreichen Unterzeichnerinnen und die Bemühungen von Oberbürgermeisterin Henriette Reker kurz vor Prozessbeginn, den Eigentümer umzustimmen, fruchteten nicht.

Am 04.Februar 2021 ist in unserer Stadt ein sehr erfreuliches und zugleich sehr ungewöhnliches Ereignis eingetreten. Parteiübergreifende Einigkeit in der Sache hat den Kölner Stadtrat bewogen für den Kauf der ehemaligen KHD Hauptverwaltung - Teil des Otto-&-Langen- Quartiers und Sitz von Raum 13 / Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste – zu stimmen. Somit hat der Kölner Stadtrat die Kölner Stadtverwaltung nun also direkt und wirkend aufgefordert die Kaufverhandlungen zu besagtem Gebäudekomplex einzuleiten. Das Ziel in knappen Worten: Innovative, partizipative Stadtentwicklung für Köln durch den Erhalt des Deutzer Zentralwerks der Schönen Künste.

28. April 2021 kommt auf Initiative der Oberbürgermeisterin Henriette Reker und ihres Büroleiters William Wolfgramm und der vier Kölner Landtagsabgeordneten Bernd Petelkau (CDU), Martin Börschel (SPD), Berivan Aymaz (Grüne) und Lorenz Deutsch (FDP) kommt Bewegung in die Verhandlung zur Ausweichfläche auf dem NRW Urban Gelände.

Am 17. Juni 2021 enscheidet der Stadtenwicklungsausschuss 1. Fortführung des Bebauungsplanverfahrens "Otto-Langen-Qurtier" im Mülheimer Süden – Erneute frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Abs. 1 BauGB – und Vergabeverfahren zur Veräußerung der Flächen im Eigentum des Landes NRW. 2. Die Verwaltung wird beauftragt eine Beteiligungsstruktur zu entwickeln, die es ermöglicht Politik und Akteurinnen vor Ort (insbesondere Vertreterinnen des Deutzer Zentralwerks der Schönen Künste ) einzubinden.

Am 24. Juni 2021 beschließt der Stadtrat folgende zwei Punkte. 1.Der Rat bekräftig seinen Willen das ehemalige Verwaltungsgebäude des KHD- Geländes, Mülheimer Str. 147 - 149 in Köln-Kalk im Wege der Ausübung des beson- deren Vorkaufsrechts nach § 25 Absatz 1 S. 1 Nr. 2 BauGB zu erwerben (siehe Be- schluss AN/0234/2021 vom 04.02.2021). 2. Der Rat bekräftigt den Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses von 17.06.2021, dass beim weiteren Verfahren und der weiteren Entwicklung des Otto- Langen-Quartiers - neben der fachlichen Begleitung (Ständige Jury) - auch eine Beteiligungsstruktur zu entwickeln ist, die es ermöglicht Politik und Akteurinnen vor Ort (insbesondere Vertreterinnen des „Deutzer Zentralwerks der Schönen Künste“) einzubinden. 

Einigkeit in der Kölner Bürgerschaft! Appelle!

Das Quartier für zu Hause! Unser Buch Zukunft Werk Stadt für 50 Euro kann in unserem Kiosk vor Ort erworben werden. Auf Wunsch senden wir auch gerne Exemplare des Buches zuzüglich Versandkosten zu. Zur Unterstützung hat das Studio Breidenich eine Siebdruckedition aufgelegt, die für kleines oder großes Geld (50x70cm, 3farbig, Holzrahmen oder 13x18cm, 1farbig, Schutzhülle) erhältlich sein wird. Der Erlös fließt komplett in das Projekt! 

Auswahl Pressestimmen:

Weitere Informationen zum Reallabor 1869 Zukunfts Werk Stadt: 

 
Herzliche Grüße
Anja Kolacek, Marc Leßle und das gesamte raum13- Team
raum13 Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste
Deutz-Mülheimer Straße 147-149, Köln 

 


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Samstag
14. August
14:00 Uhr
KUNDGEBUNG ZUM OTTO-&-LANGEN-QUARTIER
Kundgebung auf dem Heumarkt
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