LAB 1869_Die Kunst der Transformation II

Am Sonntag, den 20.05.beginnen wir um 12:00 Uhr mit einer Führung. In einem persönlichen Rahmen wird sowohl die Geschichte des faszinierenden Gebäudekomplexes der ehemaligen Klöckner Humboldt Deutz Werke erlebbar, als auch die Entwicklung hin zum heutigen raum13 Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste durch die Arbeit von Anja Kolacek und Marc Leßle. Um 15:00 Uhr folgt eine Diskussion der Kulturmanagerin Aude Bertrand, mit dem stellvertretenden Leiter des Deutschen Tanzarchivs Köln Thomas Thorausch, mit Dr. Hanna Hinrichs, der Projektmanagerin der Landesinitiative StadtBauKultur NRW, und der Schulleiterin Thea Kuhs zum Thema: Wie können Erinnerungsräume zu einer gelungenen Stadtentwicklung beitragen? Die Moderation übernimmt Judith Behmer. 

Judith Behmer ist Diplom Psychologin und arbeitet in der Medien- und Kulturforschung. Sie ist Mitglied der Geschäftsführung des rheingold instituts. Ehrenamtlich ist sie Mitbetreiberin der LABOR Projektgalerie am Ebertplatz in Köln, eines unabhängigen Ausstellungsraumes für zeitgenössische Kunst, in dem regelmäßig Ausstellungen in den Bereichen Malerei, Fotografie, Bildhauerei, Film aber auch Performances, Aktionen, Inszenierungen, Konzerte sowie Lesungen stattfinden.

Aude Bertrand ist Kulturmanagerin. Sie war kaufmännische Leiterin der Düsseldorfer Kunststiftung Hans-Peter-Zimmer-Stiftung im Gründungsjahr (2011) und Geschäftsleiterin des gemeinnützigen Kunstvereins Maschinenhaus Essen (2012-14). Anschließend war sie 2015-17 zuständig für Marketing & Kommunikation bei Urbane Künste Ruhr, einer Nachfolgeorganisation der Ruhr.2010. Derzeit promoviert sie zum Thema künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum an der Fakultät für Kulturreflexion der Universität Witten-Herdecke.

Dr. Hanna Hinrichs ist als Projektmanagerin bei der Landesinitiative StadtBauKultur NRW in den Themenfeldern Wir-Urbanismus und StadtGespräche aktiv. In ihren beruflichen Stationen nach dem Architekturstudium – als wissenschaftliche Mitarbeiterin am KIT Karlsruhe, bei der Erarbeitung des Kulturkonzeptes der Stadt Karlsruhe und als Geschäftsführerin des Architekturschaufenster e. V. Karlsruhe – bewegte sie sich stets an der Schnittstelle von Kultur und Stadtentwicklung.

Thea Kuhs Studium der katholischen Religionslehre und Mathematik in Münster für Lehramt SekII. Seit 2003 Schulleiterin des Berufskollegs Opladen(Bündelberufskolleg mit derzeit 2200 Schülerinnen und Schülern) in den letzten 20 Jahren im Vorstand des Verbandes der Lehrerinnen und Lehrer an Berufskollegs NRW tätig, davon über 12 Jahre als stellvertretende Vorsitzende bis November 2017, seit über 16 Jahren im Vorstand des Bundesverbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen als Schriftführerin ( Neu BvLB bis 2022). 

Thomas Thorausch ist seit 1996 stellvertretender Leiter des Deutschen Tanzarchivs Köln. Er arbeitete nach dem Studium der Theaterwissenschaft, Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft und Amerikanistik an der Freien Universität Berlin als Regieassistent und Dramaturg in Essen, Köln und Regensburg sowie bei diversen freien Theaterproduktionen in Nordrhein-Westfalen. Daneben war er als wissenschaftlicher Projektmitarbeiter für die Deutsche Akademie des Tanzes, das Deutsche Tanzarchiv Köln sowie für das Historische Archiv der Stadt Köln (Projekt „Dokumentation des Kölner Kulturlebens nach 1945“) tätig.

Bis zum 3. Juni 2018 werden bei unserer transdisziplinären Werkstatt Spezialist*innen aus den Bereichen Kunst, Wissenschaft, Politik und Bürgerengagement mit dem Publikum zusammen kommen, um gemeinsam zu der thematischen Schwerpunktsetzung Kunst & Quartier die Skizze einer Stadt-Utopie programmatisch sichtbar zu machen. Gemeinsam soll so unsere zukünftige Lebenswelt im Herzen des interessantesten Entwicklungsgebietes, des Otto-Langen-Quartiers, in Köln gestaltet werden. In Einbeziehung der 1869 beginnnenden Geschichte der Gasmotoren-Fabrik DeutzAG als Leuchtturm der Innovation mit Erfindung des sog. Ottomotors und der späteren Klöckner-Humboldt-Deutz-Werke, entstehen während der nächsten Werkstatt-Wochen Ideen und konkrete Vorschläge zur Stadtraumentwicklung des Geländes, die aufeinander aufbauend Woche für Woche weitergedacht und entwickelt werden. Grundlegende Fragen sollen aus verschiedensten Blickwinkeln offen betrachtet werden: Wie wollen wir in Zukunft gemeinsam leben? Und wie sähe eine Stadt aus, die sich aus der Kraft der Kunst stetig neu entwickelt und in der das menschliche Miteinander Mittelpunkt und Maßstab bildet?