RAUM13 DEUTZER ZENTRALWERK DER SCHÖNEN KÜNSTE_Führung

  • Fhrung1.jpg

raum13 Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste 

Das raum13 Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste ist ein urbanes Kunstprojekt, welches die Räume des einstigen Weltkonzerns Klöckner Humboldt Deutz de-lokalisiert, seine traditionsreiche Geschichte aufgreift und sie in Analogie zu (post-)modernen sozialen Umbrüchen und Strukturen setzt. In einem der fantastischsten Entwicklungsgebiete Kölns, zwischen Deutz und Mülheim, oszilliert dieses Stadtkunstprojekt zwischen Stadtgeschichte und Stadtentwicklung und steht exemplarisch für den gesellschaftlichen Wandel von damals zu heute bis in die Zukunft. 

Konzept | Idee | künstlerische Leitung: raum13 Kolacek & Leßle 

Dauer: ca. 1 Stunde 30 Minuten

Karten:  12 € / 8 € ermäßigt – Reservierung empfohlen

Kartenvorbestellung unter: 0221 – 4232185, ticket@raum13.com, www.raum13.com

Führungen im Rahmen des Festival : Zeitspiralfedern

  • Fr, 28.09./ 18:00  
  • Die Theatrale Führung (Eintritt 12€/8€ ermäßigt)
  • So, 30.09./ 15:00 
  • Die Theatrale Führung mit Prof. Dr. Christof Breidenich Eintritt (12€/8€ ermäßigt)
  • Fr, 12.10/ 19:00
  • Die Theatrale Führung (Eintritt 12€/8€ ermäßigt)

page4image19808

page4image20080

Führung zum raum13 Stadtkunstprojekt

Wir reisen durch die Zeit von heute über das Gründungsjahr der Motorenwerke 1869 hin zu seiner sich stetig verflüssigenden Zukunft. Hier in der Gasmotorenfabrik Deutz begann im 19.Jht. mit der Erfindung des Ottomotors die Weltmotorisierung. Analog dazu gab es weitere tiefgreifende Entwicklungen und Entdeckungen, die bis in unsere heutige Zeit zukunftswirksam prägend sind.

In einem persönlichen Rahmen wird sowohl die Geschichte des faszinierenden Gebäudekomplexes der ehemaligen Klöckner Humboldt Deutz Werke erlebbar, als auch die Entwicklung hin zum heutigen raum13 Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste durch die Arbeit von Anja Kolacek und Marc Leßle. Schichten der Vergangenheit werden freigelegt und in ständig neue Bezüge zur Gegenwart gesetzt, um so den Besucher zu kritischer Analyse auch in Bezug auf die Zukunft zu motivieren. Wir zeigen Ihnen die vielen Facetten des DZK, die zahlreichen Projekte, die damit verbunden sind und was Sie in Zukunft noch Spannendes an diesem Ort erwartet.

Impuls von Prof. DR. Christof Breidenich am 30.09. um 15 Uhr

Urbane Mächte – Ruinen, Idyllen und Unorte als Vergegenwärtigung der Vergangenheit 

Wo in den 1860ern die Wiege des Ottomotors stand und die Weltmotorisierung ihren Ausgangspunkt fand, findet man seit 2011 den raum13 Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste – ein innovatives Stadtkunstprojekt im rechtsrheinischen Köln oszillierend zwischen Stadtgeschichte und Stadtentwicklung. 

Das diese Initiative weit mehr als Wochenendunterhaltung oder Bildungsbürgerromanze ist, zeigt die Live-Vermittlung historischer Konzepte und Kulturtechniken, deren weitgehende Abwesenheit durch neoliberale Überformung, zur Aufführung gelangt. Wer die Selbstverständnismechaniken kollektiver Gemeinschaften, die die Vergangenheit als ehemalige Zukunft erkennen und ausarbeiten ignoriert, wird im Sumpf der Beliebigkeit gegenwärtiger digitaler transformatorischer Machtkalküle wirkungslos. Büros, Flure und Werkshallen des Zentralwerks bieten ein anschauliches Refugium historischer und ästhetischer Wirkmächtigkeit, entgegen Wissensvakua, Ohnmacht der Zukunftslosigkeit und permanenten Gegenwartsfetischismus.
 

Jetzt ist Zeit!

Anja Kolacek und Marc Leßle

 

Aufführungen

Fr 12. Okt - 19:00 Uhr